Weihnachten im Südtirol – Alpiner Adventszauber trifft urbanes Weihnachtsflair

Regionales Kunsthandwerk, lokale Gaumenfreuden und eine stimmungsvolle Atmosphäre zeichnen die Südtiroler Weihnachtsmärkte aus. Traditionen und Bräuche, die teilweise über Jahrhunderte überliefert wurden, prägen die Weihnachtszeit im Südtirol.

Bern, im November 2018. In der Adventszeit setzen sich Südtirols Städte weihnächtlich in Szene. Neben den fünf Original Südtiroler Christkindlmärkten in Bozen, Meran, Brixen, Sterzing und Bruneck finden auch in kleineren Ortschaften in den Bergen und Tälern sehenswerte Weihnachtsmärkte statt. Ob der Mittelaltermarkt Klausen, die Bergweihnachten in den Dolomiten, der Weihnachtszauber am Karersee oder der Tiroler Schlossadvent – jeder Markt hat seine eigene Ausstrahlung und seinen eigenen, ursprünglichen Charme.

Urbane Weihnachtsmärkte in Südtirols Städten
Mit weissen Lichtern geschmückt erstrahlen die Plätze, Strassen und historischen Gassen in weihnächtlichem Glanz; verlockende Düfte ziehen die Besucher an – es weihnachtet in Südtirols Städten. Vom 23. November bis zum 6. Januar werden an den fünf Original Christkindlmärkten hochwertiges regionales Handwerk und hausgemachte Spezialitäten angeboten – und jeder punktet zusätzlich mit seiner ureigenen Spezialität.
Da wäre zum Beispiel der wohl grösste und traditionellste Markt mit seiner städtischen Anmut am Waltherplatz in der Landeshauptstadt Bozen. Hier trifft der Norden auf den Süden, mediterraner Charme auf alpine Beständigkeit. Die Kurstadt Meran zeichnet sich aus durch ihre Designhütten entlang der Passerpromenade. Besonderer Blickfang sind die überdimensionalen Weihnachtskugeln am Thermenplatz, welche die überraschten Besucher mit dem Genuss à la carte von traditionellen Speisen verwöhnen. Die Bischofsstadt Brixen erstrahlt in märchenhaftem Glanz – vom Dom mit Kreuzgang, übers Kloster Neustift bis zur Hofburg mit ihrer aussergewöhnlichen Krippensammlung. Im prachtvollen Innenhof kreiert die einzigartige Light Musical Show NATALIE eine magische Atmosphäre. Auch Sterzing, die schmucke Fuggerstadt, bietet einen Markt vor romantischer Kulisse. Der charakteristische «Zwölferturm» wacht majestätisch über den Christkindlmarkt und die Kulturdenkmäler. Die alpine Stadt Bruneck, am Fusse des schneebedeckten Kronplatz‘, besticht durch ihre romantischen Altstadtfassaden mit schönen Geschäften und einladenden Cafés. Beim Bummel zwischen liebevoll dekorierten Ständen vermischen sich alte Weihnachtstradition und alpines Lebensgefühl. Im Weihnachtsstadel zeigen Klöppler, Weber und Kerzenzieher alte Handwerkskunst.
Eines haben die Original Südtiroler Christkindlmärkte gemeinsam: Sie erstrahlen alle in nachhaltigem Grün. Als zertifiziertes «GreenEvent» setzen sie auf Nachhaltigkeit, Natürlichkeit und Regionalität.

Ländliche Weihnachtstraditionen
Auch die Dörfer in den Tälern und im Gebirge warten mit stimmungsvollen Märkten, Krippenausstellungen und ursprünglichen Weihnachtsbräuchen auf. Die Weihnachtsmärkte rund um die Städte haben alle ihre Besonderheiten: Der Höchste findet im Martelltal auf 2061 Metern mitten im Nationalpark Stilfserjoch statt – sein Highlight ist die lebende Krippe auf der Lyfialm. Der Originellste ist das Rittner Christbahnl, in den Wagen der alten Zahnradbahn. Der Romantischste ist der Weihnachtszauber am Karersee, mit Holzhütten, die wie überdimensionale Laternen aussehen. Die Elegantesten sind im Grödener Weihnachtstal in den Dolomiten. Die Bergweihnacht Mountain Christmas bringt einen Hauch Pistenflair in Form einer weihnächtlichen Kabinenbahn ins Dorf Wolkenstein. Der Traditionellste ist der Sarner Alpenadvent im wildromantischen Sarntal. Er punktet mit altehrwürdigen, beinahe schon vergessenen Bräuchen und Handwerkskünsten. Und historisch ist der Tiroler Schlossadvent, der mit Konzerten, Krippenausstellungen und Streichelzoo als stimmungsvoller Höhepunkt im Meraner Land gilt.

Lebendiges Brauchtum im Südtirol
Im Südtirol werden Traditionen hochgehalten. Alte Bräuche, teilweise über Jahrhunderte überliefert, prägen die Adventszeit. Einem solchen Brauch folgend, verteilt der heilige Nikolaus am 6. Dezember Süssigkeiten an die braven Kinder. Auf die Unartigen hingegen wartet der Krampus. Anders als bei uns der Schmutzli, ist der Begleiter des Nikolaus‘ eine Art Teufel, der die Bösen bestrafen oder unheilbringende Kräfte verscheuchen soll. Vielerorts im Südtirol sieht man die furchterregenden, in Felle gekleideten Gestalten mit Hörnern an den Krampusläufen und Umzügen. Das Klöckeln ist ein alter Adventsbrauch, der früher im ganzen Alpenraum verbreitet war. Im Sarntal ist dieser Brauch bereits seit dem 16. Jahrhundert nachweisbar und hat sich in einer besonders urtümlichen Form bis auf den heutigen Tag gehalten. Der Name stammt vom Dialektwort für «klopfen». An den Donnerstagabenden im Advent - noch vor der Wintersonnenwende - ziehen Gruppen vermummter Männer mit Lärm und Getöse von Haus zu Haus und bitten um Gaben. Sie singen dabei zwei Lieder nach einer alten überlieferten Melodie.

Über Südtirol 
Südtirol ist ein Land voller Kontraste. Die nördlichste Provinz Italiens vereint alpine Bodenständigkeit mit mediterraner Lebensart und 300 Sonnentagen im Jahr, Liebe zur Natur mit kultureller Vielfalt, gelebte Traditionen mit Mut zur Innovation. Herzhafte Knödel stehen neben raffinierten Pastagerichten auf der Karte, zum Frühstück gibt’s jeden Tag eine andere Pistenabfahrt und am Abend den Aperitif unter Palmen. Die Bestellung erfolgt auf Deutsch, während die Tischnachbarn klangvoll italienisch sprechen. Das Lebensgefühl spiegelt die kontrastreiche Landschaft wider: Sanfte Kulturlandschaften mit Weinreben oder Apfelgärten stehen Wäldern aus Latschenkiefern oder schroffen Felsen gegenüber und das spektakulärste Naturschauspiel spielt auf der schönsten Freilichtbühne der Alpen, dem UNESCO-Welterbe Dolomiten.      

sticky-btns.Diese-Seite-teilen
Newsletter abonnieren